GRÜNDER-NEWS: Unternehmen verzeichnen deutliche Umsatzrückgänge

90 Prozent der Selbstständigen haben durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie Umsatzrückgänge zu verkraften. Das ergab eine aktuelle Blitzbefragung von KfW Research in Kooperation mit der Gründerplattform. Bei mehr als jedem zweiten Selbstständigen sind über 75 Prozent der Umsätze weggebrochen, ein Drittel hat sogar gar keine Einnahmen mehr.

Aufgrund der hohen Umsatzeinbrüche können die Selbstständigen oft ihre laufenden Kosten nicht mehr decken – für viele ist das existenzbedrohend.

Für 7 von 10 Selbstständigen wäre nach drei Monaten Schluss

Mit eigenen Mitteln können 34 Prozent der Selbstständigen etwa einen Monat zahlungsfähig bleiben, 18 Prozent schaffen dies rund zwei Monate, 16 Prozent drei Monate.

Acht von zehn Selbstständigen wollen ein staatliches Hilfsangebot nutzen, um ihre akute existenzbedrohende Situation zu entschärfen – es sind überwiegend die, die nur eine begrenzte Durchhaltefähigkeit haben. Staatliche Hilfsangebote schonen die Liquidität der Selbstständigen, ihre Zahlungsfähigkeit verlängert sich damit deutlich.

Weitere Information unter https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/News-Details_581312.html

Umstellung auf Online-Seminare: Seminarbetrieb von ThEx Enterprise läuft an

Damit Sie sich auch in dieser besonderen Zeit gründlich auf Ihre Selbstständigkeit vorbereiten können, haben wir unser Seminarangebot weiterentwickelt. Um vollständige Ausfälle der Seminare zu kompensieren, stellen wir schrittweise auf Online-Seminare um. Gemeinsam mit unseren Dozenten und Dozentinnen arbeiten wir an einem Online-Seminar-Kalender, der alle wichtigen Seminarthemen in der Gründungsphase beinhaltet.

Wie bei einem Präsenzseminar werden auch die Online-Seminare von einem Dozenten oder einer Dozentin geführt. Die Kommunikation ist so interaktiv und beidseitig wie bei einem klassischen Workshop. Genau wie bei den Präsenzseminaren an den ThEx-Enterprise-Standorten ist die Teilnehmerzahl an Online-Seminaren begrenzt. Sie haben auch hier die Gelegenheit, Ihre Fragen an die Dozenten und Dozentinnen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen.

Eine Übersicht unserer derzeitigen Online-Seminare und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter https://www.thex.de/enterprise/seminare-und-workshops/.

Für die Teilnahme am Online-Seminare benötigen Sie folgendes Equipment:

  • Computer, Tablet oder Handy
  • stabile Internetverbindung
  • Audiofunktion

Welche Voraussetzungen außerdem notwendig sind, lesen Sie hier: https://www.thex.de/enterprise/wp-content/sites/10/2020/04/Vorraussetzung_GoToWebinar.pdf

Die Online-Seminare sollen die Präsenzseminare nicht vollends ersetzen, sondern auf lange Sicht ergänzen. Wir informieren Sie rechtzeitig, wenn Präsenzseminare wieder möglich sind.

 

45 Millionen Euro Unterstützung insbesondere für Gastronomie und Hotellerie

45 Millionen Euro Unterstützung insbesondere für Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee kündigt weitere Unterstützung für Dienstleistungsunternehmen an, die durch die aktuellen Corona-Regelungen in besonderen Maße in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Dies gelte insbesondere für das Hotel- und Gaststättengewerbe. „Wir haben 45 Millionen Euro für die Existenzsicherung von Dienstleistungsunternehmen eingeplant, die aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen betroffen sind“, so Tiefensee.

Massive Existenzängste in der Branche

Darüber hinaus bräuchten die Unternehmen einen Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen wieder geöffnet werden kann. „Gerade die Gastronomiebetriebe und die Hotellerie gehören zu den ersten, die angesichts der Krise schließen mussten – und wissen nach wie vor nicht, wie es weitergehen soll“, sagte der Minister. Deshalb gebe es in der Branche bundesweit inzwischen massive Existenzängste. „Allein in Thüringen steht der Fortbestand von bis zu 50 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen auf dem Spiel“, so Tiefensee. „Das Thema gehört ganz dringend auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Ende April. All diejenigen Betriebe, die jetzt noch ganz und zu großen Teilen geschlossen sind, brauchen eine Perspektive.“

Das Programm solle nach Schaffung der notwendigen finanziellen und förderrechtlichen Voraussetzungen noch im Mai starten.

Neben dem Thüringer Rettungsschirm für Unternehmen, der Soforthilfe, Unternehmerkredite und Bürgschaften umfasst, bietet das Land für Gastronomie und Hotellerie finanzielle Unterstützung für die Zahlung der Azubi-Gehälter, da das Kurzarbeitergeld erst nach sechs Wochen Lohnfortzahlung möglich ist. Mit der Onlineseite www.thueringenpackts.de hat das Land eine Plattform geschaffen, auf der Gastronomiebetriebe etwa bestimmte Angebote für Lieferservices bekannt machen können.

Corona-Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Der Freistaat Thüringen hat eine Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen an gemeinnützige Thüringer Einrichtungen und Organisationen zur Minderung von finanziellen Notlagen infolge der Corona-Pandemie 2020 erlassen.

Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, sowie Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, unterzeichneten mit Wirkung vom 14. April 2020 das Förderprogramm für ihre jeweiligen Häuser.

Mit der Bestimmung wird jetzt auch ein Soforthilfeprogramm für privatrechtlich organisierte gemeinnützige Thüringer Einrichtungen sowie Träger aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien aufgelegt, das sich an diejenigen richtet, die von der Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Thüringen bislang nicht erfasst werden.

Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff erklärt: „Mit dem erweiterten Sofortprogramm können weitere Corona-Notlagen erfasst und die notwendige Unterstützung in den Bereichen der Kunst und Kultur geleistet werden. Museen, freie Theater, soziokulturelle Zentren und andere gemeinnützige Kulturanbieter wie auch Programmkinos und Filmfestivals können einen Teil ihrer Einnahmeausfälle durch die Soforthilfe kompensieren. Die Thüringer Staatskanzlei unternimmt alle Anstrengungen, um den wirtschaftlichen Schaden für die Kultur und die Medien durch die COVID19-Pandemie abzufedern. Wir sind an der Seite der Kulturschaffenden und suchen nach Möglichkeiten, um die Zukunft der kulturellen Infrastruktur im Freistaat in all ihrer Vielfältigkeit zu sichern.“

Der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter ergänzt: „Ich freue mich, dass wir analog der Hilfen für die Thüringer Wirtschaft nun auch ein Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Thüringer Einrichtungen und Organisationen starten können, um finanzielle Notlagen und Schäden infolge der Corona-Pandemie zu mindern. Ich bin optimistisch, dass wir gemeinsam diese schwierige Zeit meistern. Für die vielen Sportvereine, freie Träger der Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, aber zum Beispiel auch die Thüringer Schullandheime ist die nun geschaffene Möglichkeit, an der Soforthilfe teilhaben zu können, eine gute Nachricht.“

Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsministerin Heike Werner wies auf die Bedeutung der sozialen Infrastruktur und deren notwendigen Erhalt hin. Viele Beratungsstellen im sozialen- und im Gesundheitsbereich seien gerade in dieser Zeit und den kommenden Monaten wichtig, um den Menschen in Notlagen Unterstützung gewähren zu können. Ferner sei es notwendig, die in Thüringen vorhandene gute Trägerstruktur im Bereich Arbeitsmarkt und berufliche Bildung in der Krise zu unterstützen, um deren Arbeit auch weiterhin zu gewährleisten.

Die Soforthilfe wird als Billigkeitsleistung zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Corona-Krise vom Frühjahr 2020 entstanden ist. Reichen fortlaufende Einnahmen des Antragsstellers voraussichtlich nicht aus, um Verbindlichkeiten in den folgenden drei Monaten, wie beispielsweise für Mieten oder Betriebskosten zu decken und kommt es in Folge dessen zu einem Liquiditätsengpass, ist die Antragsstellung und Unterstützung möglich.

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss einmalig pro Unternehmen gewährt.  Die Höhe der Billigkeitsleistung ist nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt. Neben den angestellten Beschäftigten werden Auszubildende sowie geringfügig Beschäftigte (Minijobber) über die jeweiligen Stundenanteile ebenfalls berücksichtigt. Einrichtungen ohne vorgenannte Beschäftigte gelten als Unternehmen bis fünf Beschäftigte.

Folgende Zuschüsse werden als Billigkeitsleistungen bis zu folgenden Höhen gewährt:

bis 9.000 EUR                    für Unternehmen bis fünf Beschäftigte

bis 15.000 EUR                  für Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten

bis 20.000 EUR                  für Unternehmen mit elf bis 25 Beschäftigten

bis 30.000 EUR                  für Unternehmen mit 26 bis 50 Beschäftigten.

Die Soforthilfen können ab heute, den 15. April 2020 beantragt werden.

Alle Voraussetzungen zur Beantragung der Soforthilfe finden Sie unter www.gfaw-thueringen.de/corona-soforthilfe.

Die Anträge auf Gewährung sind bis zum 31. Mai 2020 an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GFAW)  zu richten, die die Anträge prüft und bearbeitet. Die Bewilligung erfolgt durch die Thüringer Aufbaubank (TAB). Das Programm und die Möglichkeit der Beantragung starten in Kürze.

Gemeinsam durch die Krise – Thüringer Netzwerke starten branchenübergreifende Initiative

–       Bündelung der Bedarfe und Lösungen für die Stabilisierung

–       Initiative als Ansprechpartner für Politik zur Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen

 

Erfurt 8. April 2020: Das Coronavirus stellt die gesamte Wirtschaft vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund haben sich 19 Thüringer Netzwerke und Organisationen branchenübergreifend zur Cross-Cluster-Initiative Thüringen (CCIT) zusammengeschlossen. Ziel ist es, umfassende Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen in Thüringen zu sammeln und diese auf der zentralen Plattform www.netzwerktimer-thueringen.de/corona bereitzustellen. Des Weiteren möchte die Initiative auch dabei unterstützen, die Bedarfe der Unternehmen zu bündeln und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für eine Stabilisierung der Produktion mit regionalen Wertschöpfungsnetzwerken zu suchen.

 

Wo und wie erhalten Unternehmen Unterstützung in der Corona-Krise und welche Formalien müssen beim Beantragen von Förderungen beachtet werden? Mit derartigen Fragen sehen sich momentan viele Thüringer Unternehmen bei täglich anwachsender Informationsflut konfrontiert. Die neu gegründete Cross-Cluster-Initiative Thüringen soll deshalb eine zentrale Informationsquelle für die überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat liefern. Der Zusammenschluss aus derzeit 19 Thüringer Netzwerken und Organisationen will damit Firmen entlasten, die weder über ein hohes Eigenkapital noch über die personellen Kapazitäten verfügen, um neben der Suche nach Antworten auf die wirtschaftliche Krise eine aufwendige Recherche zu Fördermöglichkeiten zu leisten. Um hier Abhilfe zu schaffen, stellt die Initiative in einem ersten Schritt auf ihrer Online-Plattform eine Übersicht zu den fördernden Institutionen und deren Voraussetzung und Kriterien zur Verfügung.

 

Momentan stellt sich die Auftragslage der Thüringer Firmen branchenabhängig stark unterschiedlich dar. Einige Unternehmen, vor allem im IT- und Ingenieurdienstleistungssektor haben derzeit noch gut gefüllte Auftragsbücher, jedoch besteht auch hier Ungewissheit darüber, ob ihre Rechnungen in Zukunft bezahlt werden. Bei anderen Unternehmen, etwa aus der Automotive-Branche, ist die Auftragslage derzeit sehr kritisch. Aufgrund der Ungewissheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung und der Dauer der politischen Erlasse im Zuge der Corona-Pandemie, reagieren die Unternehmen nur zögerlich mit Investitionen auf die Krise. Daher ist der vordringliche Bedarf der Wirtschaft, schnellstmöglich Klarheit über die weitergehenden Schritte auf Bundes- und Landesebene zu erlangen. Durch den engen Austausch in den Netzwerken selbst und auf der Ebene der Cross-Cluster-Initiative können die zentralen Bedarfe der Unternehmen gebündelt werden. Dazu steht die Initiative der Politik als zentraler Ansprechpartner für die Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen sowie für die Vorbereitung der nächsten Schritte zur Verfügung.

 

Vielfach wurde in den letzten Tagen deutlich, dass globale Lieferketten gerade in Krisenzeiten anfällig sind. Daher ist eine zusätzliche Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten notwendig. Hierzu arbeitet die gemeinsame Initiative an innovativen Formaten zur Vernetzung von Unternehmen aus Thüringen.

 

„Es hat sich im regen Austausch der Netzwerke gezeigt, dass auf Seiten der Unternehmen wie in der gesamten Gesellschaft derzeit eine starke Verunsicherung herrscht. Die beteiligten Akteure haben sich deshalb entschlossen ihre Ressourcen zu bündeln, um zur Unterstützung der Unternehmen den Informationsfluss zu befördern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Daneben brauchen wir bedarfsgerechte Programme, die die Liquidität der Mittelständler auch über die Soforthilfen hinaus in der zweiten Jahreshälfte sicherstellen. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, staatliche Investitionen in Infrastrukturprojekte, Forschung und Entwicklung sowie Personal und Qualifizierung voranzutreiben“, sagt Dr. Andreas Patschger, Leiter der Koordinierungsstelle des Thüringer Zentrums für Maschinenbau und Sprecher der Cross-Cluster-Initiative Thüringen.

 

 

Cross-Cluster-Initiative Thüringen

Cross-Cluster-Initiative Thüringen wurde von 19 Thüringer Netzwerken / Organisationen ins Leben gerufen und wird unterstützt vom Thüringer ClusterManagement. Ziel ist es, umfassende Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen in Thüringen zu sammeln und diese auf der zentralen Plattform www.netzwerktimer-thueringen.de/corona bereitzustellen. Des Weiteren möchte die Initiative auch dabei unterstützen, die Bedarfe der Unternehmen zu bündeln und Wertschöpfungsnetzwerke zu regionalisieren.

 

Folgende Thüringer Netzwerke und Organisationen unterstützen die Initiative:

www.automotive-thueringen.de

www.elmug.de

www.fermeth.de

www.infectognostics.de

www.itnet-th.de

www.cluster-thueringen.de

www.logistik-netzwerk-thueringen.de

www.medways.eu

www.kompetenzzentrum-ilmenau.digital

www.netzwerk-gesundearbeit.eah-jena.de

www.optonet-jena.de

www.polymermat.de

www.smarttex-netzwerk.de

www.spectronet.de

www.theen-ev.de

www.thex.de

www.thueringen40.de

www.th-ern.net

www.maschinenbau-thueringen.de

 

 

Soforthilfe künftig auch für gemeinnützige Einrichtungen

Künftig erhalten auch gemeinnützige Vereine mit wirtschaftlicher Tätigkeit sowie gemeinnützige Unternehmen oder Stiftungen in den Bereichen Soziales, Jugend, Bildung, Sport, Kunst, Kultur und Medien Unterstützung des Landes und des Bundes bei der Bewältigung der momentanen Krise. Profitieren können davon beispielsweise Bildungsträger, Museen, Sportvereine, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Theater und Orchester, Pflegedienste, Behindertenwerkstätten etc. Die Finalisierung des Antragsformulars wird kurzfristig abgeschlossen. Die Antragstellung für die Hilfen kann ab der kommenden Woche bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) erfolgen.

„Gerade die vielen gemeinnützigen Vereine, Non-Profit-Organisationen und öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen, die oftmals vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder und Unterstützer leben, sind massiv von den Auswirkungen der derzeitigen Krise betroffen, weil ihnen die Einnahmen wegbrechen“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, der die Abstimmungen zu dem Hilfspaket koordiniert hatte. Mit dem Soforthilfeprogramm wolle das Land deshalb dafür sorgen, dass die gut ausgebauten und diversifizierten Strukturen der gemeinnützigen Träger in Thüringen keinen nachhaltigen Schaden erlitten.

Das „Soforthilfeprogramm Gemeinnützige Träger“ ist auf Antragsteller mit wirtschaftlicher Tätigkeit beschränkt, die durch die Corona-Krise aufgrund wegfallender Einnahmen in eine wirtschaftliche Notlage gekommen sind, und lehnt sich weitgehend an die Regelungen im Landes-Soforthilfeprogramm für die Thüringer Wirtschaft an. Wie dort belaufen sich die Fördersummen – je nach Beschäftigtenzahl des Unternehmens (Vollzeitbeschäftigten-Äquivalent) – auf bis zu 5.000 (bis 5 Beschäftigte), 10.000 (6 bis 10 Beschäftigte), 20.000 (11 bis 25 Beschäftigte) bzw. 30.000 Euro (bis 50 Beschäftigte).

Bei der Berechnung der Beschäftigten wird die spezifische Art der Beschäftigung bei derartigen Trägern Berücksichtigung finden. So sollen beispielsweise auch Honorarkräfte, Absolventen Freiwilliger Sozialer oder Ökologischer Jahre sowie Projektbeschäftigte in die Berechnung einbezogen werden.

+++ Wir sind für Sie da! +++

Das Team der ThEx Mikrofinanzagentur ist auch während der Corona- Pandemie Ihr Ansprechpartner in Finanzierungsfragen! Wir arbeiten mobil und sind per Mail oder Mobiltelefon für Sie erreichbar! Die Finanzierungsbegleitung kann telefonisch, per Videokonferenz oder in Ausnahmefällen – unter Einhaltung der Hygienebestimmungen – in unseren Büroräumen im ThEx erfolgen.

Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Steuererleichterungen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Freiberufler

Um die Liquidität der Thüringer Unternehmens sicherzustellen, können Anträge für Steuererleichterungen gestellt werden. Die Thüringer Steuerverwaltung bietet hierfür jetzt ein einfaches Antrags-Formular zur Hilfe an. Das Formular kann im Internet unter finanzamt.thueringen.de heruntergeladen werden.

Folgende Anträge für Steuererleichterungen können gestellt werden:

  • Antrag auf Stundung
  • Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer bzw. Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags für Zwecke der Vorauszahlungen
  • Antrag auf Vollstreckungsaufschub (Vollstreckungsmaßnahmen wurden durch das Finanzamt bereits eingeleitet)

Zudem besteht die Möglichkeit einen entsprechenden Antrag über das ELSTER-Portal an das Finanzamt elektronisch zu übersenden. 

PRESSEMITTEILUNG: Demo Day des „Thuringian Regional Innovation Program“ (TRIP) goes digital!

Erfurt, 18. März 2020

Trotz Einschränkungen wegen des Coronavirus präsentiert die STIFT die Ergebnisse des neuen Incubator-/Acceleratorprogramms, allerdings in Form eines Online Events.

„Readyness makes the difference“ – unter diesem Motto läuft seit November 2019 das Thuringian Regional Innovation Program (TRIP), das vom Projekt ThEx innovativ in Trägerschaft der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) initiiert wurde. Als erstes Thüringer Incubator-/Acceleratorprogramm bringt TRIP ambitionierte Innovatoren und Start-ups mit voller Geschwindigkeit in Richtung Investment Readyness und bietet somit eine fundierte Basis für den Markteintritt. 

14 innovative Projekte aus Thüringen, die den Status Quo der Märkte herausfordern wollen, haben die Vorteile des Accelerator-Programms sechs Monate lang genossen. In den monatlichen Workshops und individuellen Coachings konnten die Teilnehmer der ersten TRIP-Class ihr Wissen in den Bereichen Geschäftsmodell- und Strategieentwicklung, Value Creation, Finanzierung und Leadership vertiefen sowie die ersten Prototypen mit dem zur Verfügung gestellten Budget entwickeln. Nach mehreren Monaten intensiver Arbeit auf dem Weg zur Investment Readyness kam die Zeit für die Start-ups, ihre Ergebnisse und Vorschritte auf dem Demo Day zu präsentieren.

Dabei ist Readyness das Stichwort nicht nur für die TRIP-Class. Die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, Möglichkeiten zu nutzen und auf neue Situationen zu reagieren gehörte schon immer zum Start-up Leben und ist auch jetzt in der Zeit der Coronavirus-Verbreitung besonders gefragt. Die STIFT stellte sich den neuen Pandemie-Herausforderungen und verlegte erstmalig das Start-up Event komplett in den virtuellen Raum. So fand der Digital Demo Day am 18. März mit 100 Online Gästen der Start-up Community in extra dafür gestalteten Watch- und Chatrooms statt. Gleichzeitig konnten alle Neugierigen und Innovationshungrigen die Veranstaltung über Live-Stream via Facebook verfolgen.

Im lockeren Ambiente via Videokonferenz eröffnete Christiane Kilian, Projektleiterin ThEx innovativ/ STIFT die Veranstaltung. Im Anschluss folgten die digitalen Begrüßungen durch Staatssekretärin Valentina Kerst, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft sowie von den TRIP-Partnern bm|t, EY und dem German Accelerator. Dann gehörte die virtuelle Bühne den TRIP-Teilnehmern. Mit Live-Pitches und Interviews präsentierten sie ganz souverän ihre Entwicklungsfortschritte und die nächsten Meilensteine. Das Online Publikum konnte die TRIP Class in ihren „echten Wohnzimmern“ zu Hause erleben sowie einen bunten Mix an Innovationen direkt auf dem Bildschirm und in Chats erkunden: von Landwirtschaft über IT, Smart Energy und Gaming bis hin zu Tourismus und Logistik-Lösungen – bot sich ein breitgefächertes Branchenspektrum.

Mit besonderer Spannung haben die Start-ups die Vergabe der begehrten Tickets für die Final-TRIP-Class erwartet, die sich explizit auf VC-Finanzierung fokussiert. Sechs Projekte des Accelerator-Programms sowie 2 Newcomer durften sich am Ende des Tages über die Tickets für die nächste TRIP-Runde freuen. Somit werden insgesamt acht herausragende Teams weiterhin intensiv beim Feinschliff ihres Geschäftsmodells begleitet, mit dem Ziel, diese bis zu den Investor Days Thüringen, die am 16.|17. Juni 2020 in Erfurt stattfinden, „investment ready“ zu machen. 

Neben den Pitches und Interviews bat der Abend trotz seines online Formats genügend Raum, um miteinander zu diskutieren, Feedback einzuholen, zu chatten und eine gute Zeit zu verbringen. Diese ganz neue Event-Erfahrung inspirierte sowohl den Veranstalter als auch die Teilnehmer, die Arbeitswelt neuzudenken und eigene Horizonte zu erweitern. Das TRIP-Programm findet in Partnerschaft mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Nordhausen sowie in Kooperation mit Ernst & Young, der bm|t sowie dem German Accelerator statt. Bewerbungen für die nächste TRIP-Class sind bis 15. Oktober 2020 möglich.

ThEx innovativ, ein Projekt der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, ist im Verbund des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) speziell auf innovative Gründungen ausgerichtet und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmitteln gefördert.

 

Mehr Informationen zu TRIP finden Sie unter:
www.trip.community
Instagram: triptoaccelerate

Kontakt:

Christiane Kilian

Projektleiterin ThEx innovativ

c/o Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)

Peterstraße 3 | 99084 Erfurt

E-Mail: christiane.kilian@stift-thueringen.de

www.thex.de/innovativ

 

 

 

COVID-19: Thüringen plant „Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte“

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hält in der aktuellen Corona-Krise zusätzliche massive Anstrengungen der öffentlichen Hand zur Unterstützung der Thüringer Wirtschaft für dringend erforderlich. „Wirtschaftlich rollt derzeit ein Tsunami durch das Land“, sagte Tiefensee.

Nach internen Berechnungen des Thüringer Wirtschaftsministeriums sind zur Unterstützung der Wirtschaft im Freistaat kurz- bis mittelfristig bis zu 1,5 Milliarden Euro notwendig.

Die Mittel, die von EU, Bund und Land bereitgestellt werden müssen, werden zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen und zur langfristigen Stärkung der Eigenkapitalbasis der Thüringer Unternehmen benötigt.

„Thüringen wird einen Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte schaffen“, sagte Tiefensee heute in Erfurt. Es gehe darum, die wirtschaftlichen Folgen der Krise soweit wie möglich einzudämmen und eine große Zahl von Unternehmensinsolvenzen zu verhindern. „Es stehen Hunderte Unternehmen und Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel“, sagte Tiefensee. Das Land werde deshalb schnell und energisch gegensteuern.

Nach Plänen des Wirtschaftsministeriums sollen Unternehmen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Krediten und Darlehen, Beteiligungen, aber auch direkten Zuschüssen bekommen.

Unter anderem soll nach dem Vorbild der Hochwasserhilfe 2013 ein Soforthilfeprogramm aufgelegt werden, über das Klein- und Kleinstunternehmen, aber auch Freiberufler unbürokratisch und schnell eine Entschädigung in Form eines einmaligen, direkten Zuschusses von – je nach Unternehmensgröße – bis zu 30.000 Euro erhalten könnten. Hierzu sind noch Abstimmungen mit dem Bund nötig, der ein ähnliches Programm angekündigt hat.

Weiterhin soll auch das Angebot zinsverbilligter Darlehen weiter ausgeweitet werden. Dazu werde ein Programm „Thüringen Kapital XXL“ geschaffen, über das eine Förderung mit langfristigen Nachrangdarlehen erfolgen kann, mit denen die Eigenkapitalbasis der Unternehmen gestärkt werden soll. Gedacht ist an Laufzeiten von im Regelfall 10 Jahren, von denen die ersten Jahre tilgungsfrei bleiben.

Zudem erwägt das Land die Einrichtung eines „Thüringen-Fonds“, über den vorübergehende Beteiligungen an strategisch wichtigen Unternehmen eingegangen werden können.

Zu den verschiedenen Vorschlägen des Wirtschaftsministeriums liefen derzeit mit Hochdruck die nötigen Abstimmungen, sagte Tiefensee. Er gehe davon aus, dass die Umsetzung kurzfristig beginnen könne.

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen sollen vorhandene Liquiditätshilfe-Angebote wie das Bürgschaftsprogramm und der Thüringer Konsolidierungsfonds ergänzt werden. Das Wirtschaftsministerium hat das Kreditprogramm, mit dem Unternehmen in Schwierigkeiten unterstützt werden können, durch Umschichtung eigener Haushaltsmittel gerade erst von 6 auf 10 Millionen Euro aufgestockt. Aktuell liegen bereits Unterstützungsanfragen von 25 Unternehmen im Umfang von mehr als 12,5 Millionen Euro vor, so dass die aktuell vorhandenen Mittel bereits ausgeschöpft sind. Die Thüringer Aufbaubank (TAB) wird den Fonds deshalb aus eigenen Mitteln weiter aufstocken.

„Es ist völlig klar, dass wir erst ganz am Anfang einer Entwicklung stehen, die die gesamte Wirtschaft in eine tiefe Krise stürzen kann“, sagte der Minister. „Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, kann das zum Zusammenbruch eines erheblichen Teils unserer etablierten und unter normalen Umständen auch absolut wettbewerbsfähigen wirtschaftlichen Strukturen führen. Das alles später wieder neu aufzubauen, würde noch erheblich teurer. Deshalb halte ich es für absolut notwendig, dass der Staat hier mit massiven Investitionen eingreift und die Wirtschaft stabilisiert.“

Tiefensee mahnte weiterhin, Regularien und Vorgaben auf Bundes- und EU-Ebene – die für das Fördergeschäft auf Landesebene entscheidend seien – sollten nun schnell vereinfacht und oder zumindest zeitweise ausgesetzt werden. „Dass wir auf Überbrückungskredite aus beihilferechtlichen Gründen immer noch Zinsen aufschlagen müssen, ist in der momentanen Situation ein Unding“, so Tiefensee. „Wir wollen den Unternehmen die Kredite zinslos und gestreckt auf eine längere Zeit zur Verfügung stellen.“ Der Bewilligungsprozess solle unbürokratisch gestaltet und soweit wie möglich abgekürzt werden.

Weitere Informationen gibt es hier:

https://wirtschaft.thueringen.de/ministerium/presseservice/detailseite/news/covid-19-tiefensee-kuendigt-umfangreichen-schutzschirm-fuer-unternehmen-und-beschaeftigte-an/?tx_news_pi1%5Bday%5D=18&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=03&tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&cHash=556d296d9ebc9b1aec3d074fd5f2fd9e