GRÜNDER-NEWS: Anzahl der Gründungen in der Kreativwirtschaft knapp sechsstellig

In Deutschland haben sich 2018 knapp 100.000 Menschen in der Kreativwirtschaft – also in den Bereichen Design, Werbung, Software/Games oder Bücher – selbständig gemacht.

Das zeigt eine neue Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Gründungsmonitors. Obwohl die Zahl der Kreativgründer im Vergleich zum Vorjahr etwas angestiegen ist (+9.000), ist ein deutlicher Rückgang der Gründungstätigkeit zu sehen.

Männer immer seltener kreativ

Grund dafür: Immer weniger Männer wagen im Kreativbereich eine Existenzgründung. Gab es 2003 noch 135.000 Kreativgründungen von Männern, waren es 2008 nur noch 43.000. Frauen dagegen sind motivierter. Hier gab es keinen derartig starken Rückgang.  Ihre Anzahl liegt im Jahr 2018 mit 38.000 nur wenig unter der Zahl von 2003 mit 43.000 Kreativgründungen.

Mehr Design, weniger Software

Jeder Vierte macht sich als Industrie-, Produkt-, oder Modedesigner, Raumausstatter o.ä. selbstständig. Am zweithäufigsten entstehen neue Kreativunternehmen in der Werbewirtschaft (14 %), der Büchermarkt teilt sich mit dem Bereich Software/Games den dritten Rang auf der Beliebtheitsskala (je 11 %).

Viele „digitale Nomaden“

Kreativgründer sind zum Großteil so genannte Sologründer, das heißt sie gründen alleine, ohne Co-Gründer und Mitarbeiter (78 %). Etwas weniger als die Hälfte (43 %) arbeiten freiberuflich.

„Unter den Gründern in der Kreativwirtschaft sind viele sogenannte ‚Digitale Nomaden‘ zu finden, die als Freiberufler soloselbstständig gründen und denen ihr privater Laptop genügt, um ihre Dienstleistung zu erbringen“, fasst Dr. Georg Metzger, Ökonom bei KfW Research, zusammen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite der KfW oder unter

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Volkswirtschaft-Kompakt/

Das Thüringer Hochschulgründernetzwerk, ThEx Enterprise und die ThEx Mikrofinanzagentur in Kooperation mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema Teamgründungen aus Thüringer Hochschulen.

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GRÜNDER PORTRAIT: Unsere Gründerin Uta Fernkäse stellt sich und Ihr Unternehmen vor

Ich bin Genussbotschaflerin und zaubere Freude in die Töpfe und Köpfe.

Als Diplom Trophologin und zertifizierte Ernährungsberaterin nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM)  verbinde ich modernes Ernährungswissen mit dem Erfahrungsschatz der TCM.  Dieser ganzheitliche Ansatz bereichert meine Arbeit und die Menschen, die zu mir kommen, sehr.

Nach dem Studium der Ernährungswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena war ich 12 Jahre als Ernährungsberaterin bei verschiedenen Patienten, u.a. Krebspatienten, Dialysepatienten und geriatrischen Patienten tätig. Die Menschen veränderten mein Bewusstsein zur reinen Wissenschaft und immer mehr traten ganzheitliche Ansätze in den Vordergrund.

In meiner ersten Schwangerschaft probierte ich das erste Mal die 5-Elemente-Ernährung aus. Ich spürte sofort, dass es mir körperlich und psychisch besser ging. Das Feuer war entfacht! Endlich hatte ich die Ernährung gefunden, die wirklich zu mir passte und auf meine Bedürfnisse einging. Nach der Essensumstellung zu Hause erfolgte eine zweijährige Ausbildung in chinesischer Diätetik bei Isabel Ockert. Außerdem ließ ich mich von Lillian Bridges (Professorin für TCM) in chinesischer Gesichtsdiagnose ausbilden.

  

Es freut mich sehr, dass Swen Köcher von ThEx Enterprise mir die Gelegenheit gegeben hat in diesem Rahmen meine Selbständigkeit Revue passieren zu lassen. Ich erinnere mich noch genau wie ich 2012 als Neuling zu ihm kam; unsicher und schüchtern, aber mit dem festen Willen mich selbständig zu machen. Die allerersten Schritte und Inspirationen erhielt ich vom Büro Sartklar, ein Vorgängerprojekt von Pro Gründen. Viele Stunden haben ich mit dem Schreiben des Business- und Finanzplanes verbracht. Unermüdlich hat mir Herr Köcher und meine Familie und Freunde dabei geholfen und mich bestärkt den Schritt zu wagen. Mit Hilfe der vielen spannenden Workshops zur Unternehmensgründung und der Unterstützung durch den Gründerzuschuss startete ich im August 2012.

Klar hatte ich ein Ziel vor Augen, aber ich wußte nicht welcher Weg vor mir lag, welche Berge es zu erglimmen galt und mit welchen Rückschlägen ich  zu kämpfen hatte. Trotzdem, ich liebe das was ich tue und ich bin dankbar dafür, die Menschen zu unterstützen. Als motivierte Einzelkämpferin bin ich gestartet – heute schöpfe ich meine Kraft aus dem Miteinander, mit meinen Kolleginnen und dem TCM-Netzwerkes Jena.  Das Netzwerk ist ein Verbund von Therapeuten und Fachleuten der TCM. Wir pflegen einen persönlichen und fachlichen Austausch bei regelmäßigen Treffen und optimieren dadurch unsere Behandlungsmöglichkeiten.

Einen Praxisraum fande ich anfangs im Sobaexa Coworking. Seit 2015 arbeite ich zusammen mit zwei Kolleginnen in eigenen Praxisräumen.

Hier biete ich Einzelberatungen an. Es kommen Menschen zu mir, welche sich bereits gesundheitsbewusst ernähren und die 5-Elemente-Ernährung der TCM integrieren wollen.

Aber auch Ärzte und Krankenkassen schicken mir Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern, welche ich mit der Ernährungstherapie unterstützen kann. Die  Einzelberatungen sind individuelle, ganzheitliche Ernährungscoachings auf Grundlage der persönlichen Konstitution, Stärken und Schwächen.

Ausserdem führe ich Kochworkshops und Kochevents durch. Mit vielen Privatpersonen, aber auch Firmen habe ich schon inspirierende Stunden beim Zubereiten und Genießen leckerer 5-Elemente-Gerichte verbracht.

Zunehmend werde ich auch von Firmen, Krankenkassen, Vereinen und Selbsthilfegruppen für die betriebliche Gesundheitsförderung mit Workshops und Vorträgen gebucht.

Von den zahlreichen Unterstützungsangeboten des ThEx Thüringen profitiere ich aktuell weiterhin. Herzlichen Dank an die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ThEx in Thüringen.

Allen Gründer und Gründerinnen gebe ich mit auf den Weg: Liebt das was Ihr tut von ganzem Herzen! Glaubt an Euch und seid ausdauernd und geduldig. In Euren Köpfen und Herzen sollten große Visionen und Träume lebendig bleiben.

Uta Fernkäse
Praxis:
Grete-Unrein-Str. 2
07745 Jena

www.utafernkaese.de
E-Mail: mail@utafernkaese.de
Telefon: 0 36 41 – 63 96 990
Mobil: 0 176 – 61 71 95 88

GRÜNDER-NEWS: Die Meisterpflicht kommt zurück

Für zwölf Handwerksberufe soll ab Januar 2020 wieder die Meisterpflicht gelten. Darauf hat sich die Bundesregierung geeinigt. Zukunftssicherung und nachhaltige Unternehmensentwicklung im Handwerk würden so auf einer breiteren Basis möglich. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßt die Entscheidung und wertet es als starkes Signal für Qualität und Qualifikation im Handwerk.

Diese Berufsgruppen sind betroffen
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
  • Betonstein- und Terrazzo-Hersteller
  • Estrichleger
  • Behälter- und Apparatebauer
  • Parkettleger
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher
  • Böttcher
  • Glasveredler
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller
  • Raumausstatter
  • Orgel- und Harmoniumbauer
Bestehende Betriebe mit Bestandsschutz

Die Neuregelung soll nur für neu gegründete Betriebe gelten, bestehende Betriebe genießen Bestandsschutz. Ein entsprechender Gesetzentwurf zur Wiedereinführung der Meisterpflicht soll zeitnah in den Bundestag eingebracht werden.

Impuls-Mentoring für Gründerinnen am 09.09.2019 in Erfurt

Impuls-Mentoring für Gründerinnen! Stehst Du gerade mit Deiner Unternehmensgründung vor Herausforderungen, für die Du selbst im Moment keine schlüssige Lösung findest? Oder möchtest Du einfach mal Deine Ideen reflektieren, damit Du die vielversprechendsten Ideen realisierst? Dann laden wir, ThEx Frauensache. und ThEx Mentoring, Dich herzlich zum Impuls-Mentoring ein! Wir wollen in kleiner Runde (1 Fragestellerin, 3-5 Mentor*innen) Impulse und Denkanstöße geben sowie Lösungsideen entwickeln. Dafür benötigen wir Deine Anmeldung mit einer konkreten Fragestellung. Detaillierte Informationen sowie die Online-Anmeldung dazu findest Du hier: https://www.thex.de/frauensache/impuls-mentoring/

Wann: 09.09.2019 von 13.00 bis 15.00 Uhr (nach unserer Netzwerkstatt)
Wo: ThEx – Gustav-Freytag-Straße 1, 99096 Erfurt (Seminarraum EG)

Netzwerkstatt am 09.09.2019 in Erfurt

Möchtest Du als Gründerin gern Kontakt zu anderen Gründerinnen aufnehmen? Dann komm zu unserer Netzwerkstatt! Um 9.00 Uhr starten wir mit einem kurzen Impulsvortrag: „Wie stelle ich mich kurz in Netzwerken vor?“ Danach habt ihr bis 12.00 Uhr Zeit, eure Fragen zu stellen, euch auszuprobieren, auszutauschen und zu netzwerken. Wir freuen uns auf euch!

Wann? 09.09.2019 von 9.00 bis 12.00 Uhr
Wo? ThEx – Gustav-Freytag-Straße 1, 99096 Erfurt (Seminarraum EG)

GRÜNDER-NEWS: Freiberufler mit ihrer Geschäftslage zufrieden

Rund acht von zehn Freiberuflern – also Berufsgruppen wie z.B. Ärzte, Architekten, Ingenieure oder auch Künstler – beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das ergab die Konjunkturumfrage Sommer 2019 des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) in Berlin. Laut BFB-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer blicken die Freien Berufe selbstbewusst nach vorn, trotz leicht abgeflauter Stimmung.

Die Freien Berufe zeigen sich eher unberührt von der allgemein deutlich abgekühlten Stimmung in der deutschen Wirtschaft“, so Prof. Dr. Ewer zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage.

41,5 Prozent der Befragten beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 41,6 Prozent als befriedigend und 16,9 Prozent als schlecht. Im Vergleich zu den Sommer-Werten 2018 eine Eintrübung. Damals lagen die Werte bei 53,8 Prozent (gut), 34,8 Prozent (befriedigend) und 11,4 Prozent (schlecht). Dabei werden Freiberufler händeringend gebraucht, bleibt die Nachfrage nach freiberuflichen Dienstleistungen doch ungesättigt. 24,6 Prozent der befragten Freiberufler arbeiten bereits über Anschlag. Das sind noch einmal mehr als im Vorjahr, als 17,4 Prozent mit ihren Kapazitäten bereits über dem Limit lagen.

Kapazitäten bei jedem Vierten sogar überschritten

24,6 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Kapazitäten bereits überschritten sind. 47,3 Prozent sind zu mehr als 75 bis zu 100 Prozent ausgelastet, 16,8 Prozent zu mehr als 50 bis zu 75 Prozent, 7,3 Prozent zu mehr als einem Viertel bis zur Hälfte und vier Prozent bis zu einem Viertel.

 

 

 

 

 

 

 

Sechs-Monats-Prognose

In den kommenden sechs Monaten rechnet rund jeder Fünfte mit einer günstigeren Entwicklung, rund zwei Drittel sehen keine gravierenden Verschiebungen und in etwa jeder Zehnte erwartet eine Verschlechterung. Am zuversichtlichsten sind die technisch-naturwissenschaftlichen Freiberufler, gefolgt von den rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freiberuflern und den freien Kulturberufen. Die freien Heilberufe sind verhaltener.

 

 

 

 

 

 

Zum 1. Januar 2019 waren insgesamt mehr als 5 Millionen Erwerbstätige in Freien Berufen beschäftigt, jeder Vierte davon in selbstständiger Tätigkeit. Zum Bruttoinlandsprodukt trugen sie 2017 zu 11 Prozent bei.

Zu den Freien Berufen zählen selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten. Eine Zuordnung zu den Freien Berufen ist nur nach Einzelfallprüfung möglich. Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob die Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich ist.

Die Konjunkturumfrage wurde im Auftrag des BFB im zweiten Quartal 2019 unter knapp 1.700 Freiberuflern zur Einschätzung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage, der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten, ihrer Personalplanung und Kapazitätsauslastung durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie unter https://www.freie-berufe.de/pressemitteilungen/freie-berufe-blicken-selbstbewusst-nach-vorn-trotz-leicht-abgeflauter-stimmung/

 

Ideen Flügel verleihen! – Kick-off zum Nordthüringer Gründungsideenwettbewerb 2019

Der Nordthüringer Gründungsideenwettbewerb startet in eine neue Runde!

 

Der Wettbewerb wird von ThEx innovativ koordiniert und zusammen mit dem BIC Nordthüringen ausgerichtet.

Bis zum 31. Oktober 2019 können die Ideen zur Gründung eines Unternehmens über unser Online-Formular eingereicht werden.

 

Gründungsinteressierten aus Nordthüringen haben die Gelegenheit, eine erfolgsversprechende Idee für neuartige Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen von Experten bewerten zu lassen sowie Hinweise für die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle zu erhalten.

 

Gesucht werden kreative und innovative Idee. Haben Sie Mut und bewerben Sie sich!

 

Als Unterstützung bei der Ideenentwicklung und Formulierung des Wettbewerbsbeitrages können nach Absprache und Anmeldung kostenfreie Beratungen und Workshops im BIC Nordthüringen  bzw. in der Hochschule Nordhausen in Anspruch genommen werden.

 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, ihre Gründungsideen vor einer neutralen Fachjury zu präsentieren. Die Preisverleihung für die 3 besten Gründungsideen findet im November direkt im Anschluss an den Präsentationswettbewerb statt.

 

Die Preisgelder werden dankenswerterweise von den Sparkassen Nordhausen, Unstrut–Hainich und Kyffhäuser zur Verfügung gestellt und betragen 500 €, 300 € und 200 € für die ersten 3 Plätze. Alle Gründerteams die Ihre Idee vor der Jury präsentieren, erhalten zusätzlich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50,00 €.

 

Die Gründerinnen und Gründer werden weiterhin vom ThEx-Verbund begleitet und erfahren fortlaufend Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Gründungskonzepte.

Alle Informationen zum Wettbewerb, Veranstaltungstermine und Teilnahmeformulare sind aktuell auf der Internetseite  der BIC Nordthüringen GmbH www.bic-nordthueringen.de bereitgestellt.

Oder rufen Sie uns an! Informationen gibt  es unter 03632/66 55 200 oder unter skaufmann@bic-nordthueringen.de

GRÜNDERWISSEN: Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Auch um diesen Kelch kommen Selbstständige nicht herum: seine Einkünfte beim Finanzamt zu melden und auch zu versteuern. Voraussetzung, um auch als Unternehmer beim Finanzamt verzeichnet zu sein, ist der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Dieser muss zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit beim Finanzamt eingereicht werden.

Grundlage für die selbstständige Tätigkeit

Sobald man sich für die Selbstständigkeit entschieden hat, stehen die ersten Behördengänge an.  Für Gründer eines Gewerbes geht es als erstes zum Gewerbeamt, die Anmeldestelle für Unternehmen in Deutschland. Das Gewerbeamt übernimmt den Anruf beim Finanzamt, das wiederum den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung schickt.

Ausnahme Freiberuflichkeit

Als Selbstständiger mit einer freiberuflichen Tätigkeit hingegen fällt der erste Schritt weg – hier muss man aktiv auf das Finanzamt zugehen, um den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu erhalten. Das kann formlos geschehen, per Telefon oder Brief mit einer kurzen Beschreibung der geplanten Selbstständigkeit.

Der Fragebogen dient dazu, die persönlichen wie auch betrieblichen Verhältnisse näher kennenzulernen. Dazu wird auch nach Einkünften des Ehepartners oder eingetragenen Lebenspartners gefragt. Besonders wichtig sind die Angaben zur geplanten Tätigkeit und zu den erwarteten künftigen Umsätzen und Gewinnen. Im besten Fall wurden diese bereits sorgfältig in einem detaillierten Finanzplan erhoben.

Digital oder analog – beides ist möglich

Das Ausfüllen ist kein Hexenwerk. Geübte Gründer können sich den Fragebogen auf der Internetseite des Thüringer Finanzministeriums abrufen (https://www.thueringen.de/th5/tfm/steuern/vordrucke/erfassung/) und am Computer ausfüllen. Um auf Nummer sicher und Fallstricken aus dem Weg zu gehen, ist die Unterstützung eines Steuerberaters empfehlenswert.

Nach einigen Wochen erhalten Sie Post vom Finanzamt: Ihre neue Steuernummer für die Rechnungsstellung und eine Vorabinformation über zu leistende die Steuervorauszahlungen. Der Startschuss für Ihre selbstständige Tätigkeit.

GRÜNDER-NEWS: Immer mehr Frauen gründen ihr eigenes Unternehmen

547.000 Personen machten sich 2018 selbstständig. War die Anzahl der Gründungen bisher leicht rückläufig, hat sich die Motivation der Menschen in Deutschland, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, wieder stabilisiert. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Immer mehr Unternehmen werden durch Frauen gegründet. Das ergab der KfW-Gründungsmonitor 2019.

„Die gute Konjunktur hat der Gründungstätigkeit im vergangenen Jahr positive Impulse gegeben und die negativen Effekte der weiterhin hervorragenden Lage am Arbeitsmarkt abgebremst. Die Zahl der Gründer konnte sich so stabilisieren“, sagt Dr. Georg Metzger, Gründungsexperte bei KfW Research. „Kurzfristig ist eine Trendwende hin zu wieder steigenden Gründerzahlen aber fraglich. Zwar sehen wir im KfW-Gründungsmonitor wieder mehr Personen, die eine Gründung ernsthaft planen – was ein gutes Omen ist. Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung senden in Summe aber ein negatives Signal. Welchen Kurs die Gründungstätigkeit 2019 nimmt ist daher ungewiss.“

 

Vier von zehn Unternehmensgründungen durch Frauen

 

Nachdem der Anteil von Frauen an allen Gründungen unerwartet zwei Jahre in Folge verlor, kletterte er 2018 wieder auf 40 % (2017: 37 %). Die Zahl der Existenzgründungen durch Frauen stieg auf 216.000. Ein Blick auf die Motivlage zeigt, dass für Frauen Unabhängigkeit eine große Rolle spielt: Rund die Hälfte nennt dies als wichtigstes Motiv, bei Vollerwerbsgründungen sogar knapp zwei Drittel. Frauen sehen die Selbstständigkeit hinsichtlich ihrer Anforderungen an Unabhängigkeit offenbar häufig als die bessere Alternative an – insbesondere wenn es um eine Vollerwerbstätigkeit geht oder minderjährige Kinder zu versorgen sind (‘Mompreneurs’).

 

Dagegen ging es bei der Gründungstätigkeit von Männern weiter leicht bergab. Im Jahr 2018 haben 331.000 Männer eine Existenzgründung realisiert, das sind 5 % weniger als im Jahr davor.

Weiterhin dominieren die Neugründungen: 8 von 10 Existenzgründer machten sich selbstständig, indem sie unternehmerische Strukturen erstmalig aufbauten.  Aber auch bei Existenzgründungen durch Übernahmen bestehender Unternehmen gibt es seit einiger Zeit eine positive Entwicklung: Ihr Anteil ist sukzessive gestiegen und lag 2018 bei 13 % (Vorjahr: 10 %). „Angesichts der hohen Zahl an Mittelständlern, bei denen in absehbarer Zeit eine Nachfolge ansteht, ist das eine gute Nachricht“, sagt Metzger, „denn für sie wird die Nachfolgesuche leichter.“

Weitere Ergebnisse und den vollständigen Gründungsmonitor finden Sie unter https://www.kfw.de/KfW-Konzern/KfW-Research/Existenzgr%C3%BCnder.html