Zweiter Regionaldialog der Gründungsoffensive „GO!“ wird digital: Deutschland gründet am 4. Juni in Erfurt

Die Corona-Krise hat sich stark auf die Gründerszene ausgewirkt und neue Spielregeln für das Gründungsgeschehen in Deutschland aufgestellt. Vor diesem Hintergrund laden das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das RKW Kompetenzzentrum und das Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum gemeinsam zum zweiten Regionaldialog der Gründungsoffensive „GO!“ ein. Ziel des digitalen Regionaldialogs ist es, Herausforderungen und Chancen während der Corona-Krise für Gründende und Startups zu identifizieren und durch Beispiele erfolgreicher Startups aus der Region Erfurt zur unternehmerischen Initiative zu ermutigen.

Folgende weitere Fragen stehen im Fokus: Mit welchen neuen Formaten können Gründende und Unterstützende in Krisenzeiten kommunizieren? Welche Impulse und Ideen sind aus den Ergebnissen des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) 2020 zu entwickeln, damit der Gründungs- und Startup-Standort Deutschland, insbesondere das Bundesland Thüringen, weiterhin erfolgreich sein kann? Und wie kann die Politik Gründungsaktivitäten in Zeiten der Corona-Krise in Deutschland und auch speziell in Thüringen unterstützen?

Die Veranstaltung richtet sich an Unterstützende von Gründungen und Startups aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie an Gründende und Gründungsinteressierte.

 

Wann? 4. Juni 2020 von 13:00 bis ca. 14.30 Uhr

Wo? Die Veranstaltung wird aus dem Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) in Erfurt live übertragen auf: https://live.rkw-kompetenzzentrum.de/ und https://www.facebook.com/thexthueringen/

Dabei sind: 

Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer

Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin, IHK Erfurt

Dr. Sabine Awe, Abteilungsleiterin für Wirtschaftsförderung im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Prof. Dr. Rolf Sternberg, Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie, Leibniz Universität Hannover

Prof. Dr. Simone Chlosta, Fachbereichsleiterin Gründung, RKW Kompetenzzentrum

David Hanf, Bundesverband Deutscher Start-ups und CFO bei Thermondo

sowie die Gründungsakteure der Region Thüringen, darunter das Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx), das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZ Ilmenau) und die Thüringer Aufbaubank

sowie viele Gründende und Startups aus der Region Thüringen (wie TechnologieContor, Dashbike und rooom AG)

Anmeldung und weitere Informationen zum Programm unter: http://rkw.link/regionaldialog04062020

Pressekontakt
RKW Kompetenzzentrum
Julia Niles und Sarah Schuppener
Düsseldorfer Straße 40 A
65760 Eschborn
Tel: 06196 495 – 2852; -2853
presse@rkw.de

Über das RKW Kompetenzzentrum

Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Angebot richtet sich an Menschen, die ihr etabliertes Unternehmen weiterentwickeln, ebenso wie an jene, die mit eigenen Ideen und Tatkraft ein neues Unternehmen aufbauen wollen.

Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräftesicherung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen. Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den Expertinnen und Experten in den RKW Landesorganisationen zusammen.

Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

 

Weitere Informationen: www.rkw-kompetenzzentrum.de

Auswirkungen der Corona-Krise auf Thüringer Unternehmen vielfach existenzbedrohend

54 Prozent der Thüringer Unternehmen fürchten in der Corona-Krise um ihre Existenz.  Deutlich mehr als 90 Prozent der Befragten erwarten auch in drei Monaten negative Auswirkungen auf ihren Umsatz. Das ergab eine Befragung des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) und dem Kammernetzwerk IHK Erfurt. 263 Jungunternehmen hatten sich beteiligt.

67 Prozent der Befragten verzeichnen dabei eine starke Beeinträchtigung mit einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent. 30 Prozent mussten den Geschäftsbetrieb vorübergehend sogar komplett einstellen. Vor allem die Dienstleistungsbranche, Kunst und Kultur, Gastronomie und die Gesundheitsbranche leiden unter den Beschränkungen. Zwei von drei existenzbedrohten Selbstständigen sind zudem weiblich. Trotzdem halbiert sich der Anteil der Befragten mit erwartetem vollständigem Umsatzverlust.

Die derzeitigen Umfrageergebnisse sind noch sehr stark von den aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. „Dennoch geben die Ergebnisse uns wichtige Impulse, um die Unterstützungsangebote des ThEx wirksam weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund ist es auch geplant, die Umfrage in drei Monaten zu wiederholen“, sagt Dirk Wegler, Leiter des ThEx.

Unterstützungsbedarf sehen die Befragten zukünftig bei der Finanzierung von digitaler Infrastruktur und Angeboten zur optimalen Nutzung digitaler Tools, der Weiterentwicklung bzw. Überarbeitung von Geschäftsmodellen, der Entwicklung von zukunftsorientierten Formen der Kooperation und der Entwicklung regionaler und digitaler Netzwerke zur Unterstützung von Werbe- und Marketingmaßnahmen.

Ziel der Umfrage war es, die Auswirkungen der Corona-Krise auf Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen in Thüringen zu evaluieren. Hierbei standen Aussagen zur derzeitigen Situation, zu erwarteten Auswirkungen in drei Monaten und Hinweise auf einen zukünftigen Unterstützungsbedarf im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Umfrage geben ein Stimmungsbild der teilnehmenden Unternehmen wieder und sind nicht repräsentativ.

Die Ergebnisse im Detail gibt es hier.

Pressemitteilung vom 15. Mai 2020

Blitzumfrage des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) zur Situation von Gründerinnen und Gründern sowie Jungunternehmen in Thüringen: Die Auswirkungen der Corona-Krise sind vielfach existenzbedrohend – leicht positive Dynamik beim Ausblick in drei Monaten

 

  • 54 Prozent der Befragten in Thüringen fürchten in der Corona-Krise um ihre Existenz.
  • knapp zwei Drittel der Befragten verzeichnen einen starken bis kompletten Umsatzrückgang.
  • Deutlich mehr als 90 Prozent der Befragten erwarten auch in drei Monaten negative Auswirkungen auf ihren Umsatz. Dennoch halbiert sich der Anteil der Befragten mit erwartetem vollständigem Umsatzverlust.
  • Die Befragten sehen den größten zukünftigen Unterstützungsbedarf bei:
    • Finanzierung von digitaler Infrastruktur und Angebote zur optimalen Nutzung digitaler Tools,
    • Weiterentwicklung bzw. Überarbeitung von Geschäftsmodellen,
    • Entwicklung von zukunftsorientierten Formen der Kooperation,
    • Entwicklung regionaler und digitaler Netzwerke zur Unterstützung von Werbe- und Marketingmaßnahmen.

Ziel der Umfrage war es, die Auswirkungen der Corona-Krise auf Gründerinnen und Gründer sowie junge Unternehmen in Thüringen zu evaluieren. Hierbei standen Aussagen zur derzeitigen Situation, zu erwarteten Auswirkungen in drei Monaten und Hinweise auf einen zukünftigen Unterstützungsbedarf im Mittelpunkt.

Die Ergebnisse der Umfrage geben ein Stimmungsbild der teilnehmenden Unternehmen wieder und sind nicht repräsentativ.

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind mehr als 90 Prozent der Befragten in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. 67 Prozent der Befragten verzeichnen dabei eine starke Beeinträchtigung mit einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent. 30 Prozent mussten den Geschäftsbetrieb vorübergehend sogar komplett einstellen.

Deutlich mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden erwarten auch in drei Monaten negative Auswirkungen auf ihren Umsatz. Dennoch halbiert sich der Anteil der Befragten mit erwartetem vollständigem Umsatzverlust.

Die derzeitigen Umfrageergebnisse sind noch sehr stark von den aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. „Dennoch geben die Ergebnisse uns wichtige Impulse, um die Unterstützungsangebote des ThEx wirksam weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund ist es auch geplant, die Umfrage in drei Monaten zu wiederholen“, sagt Dirk Wegler, Leiter des ThEx.

Gefördert durch das Thüringer Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt das ThEx als Verbund von 12 Projektpartnern Existenzgründer und Unternehmen in ganz Thüringen.

Pressemitteilung als PDF

Ergebnisse der Befragung als PDF

Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts angekündigt

Mehr als eine Milliarde Euro umfasst das Hilfspaket von Bund und Land, um Thüringer  Unternehmen, Kommunen, Institutionen und Selbstständige während der Corona-Krise zu unterstützen. Der Zuschuss wird zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Corona-Krise vom Frühjahr 2020 entstanden ist.

Gedeckt werden sollten so Verbindlichkeiten, die während des Lockdowns trotzdem beglichen werden mussten, wie etwa gewerbliche Mieten, Pacht oder Leasingaufwendungen. Liquiditätsengpässen sollte so vorgebeugt werden.

Nicht enthalten waren private Lebenshaltungskosten. Solo-Selbstständige, die wegen der Corona-Pandemie nicht arbeiten können und Probleme bei der Gewährung von Grundsicherung haben, sollen nun voraussichtlich für einen Zeitraum von drei Monaten jeweils 1000 Euro für ihren Lebensunterhalt bekommen. Das sagte SPD-Fraktionschef Matthias Hey. Diese Regelung könnte etwa 20 Millionen Euro kosten.

Zu den Modalitäten gibt es noch keine Aussagen.

 

Arbeitslosengeld I: Bezugsdauer wird verlängert

Die aktuelle Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf Menschen im Arbeitslosengeld-1-Bezug. Bei vielen Unternehmen sind Umsätze eingebrochen, neue Arbeitsstellen werden kaum noch geschaffen. Deswegen soll nun die Bezugsdauer für diejenigen, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde, um drei  Monate verlängert werden.
Darauf verständigten sich am späten Abend des 22.4.2020 die Spitzen der schwarz-roten Koalition in Berlin. Die Bundesregierung müsse weitere Maßnahmen einleiten, um soziale und wirtschaftliche Härten abzufedern sowie den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu unterstützen, heißt es in einem Beschlusspapier. Deutschland habe die Pandemie durch einschneidende Beschränkungen erfolgreich gebremst. Dies habe erhebliche wirtschaftliche und soziale Folgen.

Arbeitslosengeld I: Dauer und Höhe 

Wer arbeitslos wird, bekommt bisher 12 Monate lang Arbeitslosengeld, das gilt für Arbeitnehmer bis 50 Jahre – vorausgesetzt, sie waren zuvor 24 Monate oder länger versicherungspflichtig. Für Arbeitslose ab 50 Jahren steigt die Bezugsdauer in mehreren Schritten auf bis zu 24 Monate an. Voraussetzung: Sie waren 48 Monate oder länger versicherungspflichtig. Die Höhe des Arbeitslosengelds liegt bei 60 Prozent des letzten Netto-Entgelts, bei Arbeitslosen mit Kindern sind es 67 Prozent.

 

GRÜNDER-NEWS: Unternehmen verzeichnen deutliche Umsatzrückgänge

90 Prozent der Selbstständigen haben durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie Umsatzrückgänge zu verkraften. Das ergab eine aktuelle Blitzbefragung von KfW Research in Kooperation mit der Gründerplattform. Bei mehr als jedem zweiten Selbstständigen sind über 75 Prozent der Umsätze weggebrochen, ein Drittel hat sogar gar keine Einnahmen mehr.

Aufgrund der hohen Umsatzeinbrüche können die Selbstständigen oft ihre laufenden Kosten nicht mehr decken – für viele ist das existenzbedrohend.

Für 7 von 10 Selbstständigen wäre nach drei Monaten Schluss

Mit eigenen Mitteln können 34 Prozent der Selbstständigen etwa einen Monat zahlungsfähig bleiben, 18 Prozent schaffen dies rund zwei Monate, 16 Prozent drei Monate.

Acht von zehn Selbstständigen wollen ein staatliches Hilfsangebot nutzen, um ihre akute existenzbedrohende Situation zu entschärfen – es sind überwiegend die, die nur eine begrenzte Durchhaltefähigkeit haben. Staatliche Hilfsangebote schonen die Liquidität der Selbstständigen, ihre Zahlungsfähigkeit verlängert sich damit deutlich.

Weitere Information unter https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/News-Details_581312.html

Umstellung auf Webinare: Seminarbetrieb von ThEx Enterprise läuft an

Damit Sie sich auch in dieser besonderen Zeit gründlich auf Ihre Selbstständigkeit vorbereiten können, haben wir unser Seminarangebot weiterentwickelt. Um vollständige Ausfälle der Seminare zu kompensieren, stellen wir schrittweise auf Webinare um. Gemeinsam mit unseren Dozenten und Dozentinnen arbeiten wir an einem Webinar-Kalender, der alle wichtigen Seminarthemen in der Gründungsphase beinhaltet.

Wie bei einem Präsenzseminar werden auch die Webinare von einem Dozenten oder einer Dozentin geführt. Die Kommunikation ist so interaktiv und beidseitig wie bei einem klassischen Workshop. Genau wie bei den Präsenzseminaren an den ThEx-Enterprise-Standorten ist die Teilnehmerzahl an Webinaren begrenzt. Sie haben auch hier die Gelegenheit, Ihre Fragen an die Dozenten und Dozentinnen zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen.

Eine Übersicht unserer derzeitigen Webinare und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter https://www.thex.de/enterprise/seminare-und-workshops/.

Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie folgendes Equipment:

  • Computer, Tablet oder Handy
  • stabile Internetverbindung
  • Audiofunktion

Welche Voraussetzungen außerdem notwendig sind, lesen Sie hier: https://www.thex.de/enterprise/wp-content/sites/10/2020/04/Vorraussetzung_GoToWebinar.pdf

Die Webinare sollen die Präsenzseminare nicht vollends ersetzen, sondern auf lange Sicht ergänzen. Wir informieren Sie rechtzeitig, wenn Präsenzseminare wieder möglich sind.

 

45 Millionen Euro Unterstützung insbesondere für Gastronomie und Hotellerie

45 Millionen Euro Unterstützung insbesondere für Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee kündigt weitere Unterstützung für Dienstleistungsunternehmen an, die durch die aktuellen Corona-Regelungen in besonderen Maße in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Dies gelte insbesondere für das Hotel- und Gaststättengewerbe. „Wir haben 45 Millionen Euro für die Existenzsicherung von Dienstleistungsunternehmen eingeplant, die aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen betroffen sind“, so Tiefensee.

Massive Existenzängste in der Branche

Darüber hinaus bräuchten die Unternehmen einen Fahrplan, wann und unter welchen Bedingungen wieder geöffnet werden kann. „Gerade die Gastronomiebetriebe und die Hotellerie gehören zu den ersten, die angesichts der Krise schließen mussten – und wissen nach wie vor nicht, wie es weitergehen soll“, sagte der Minister. Deshalb gebe es in der Branche bundesweit inzwischen massive Existenzängste. „Allein in Thüringen steht der Fortbestand von bis zu 50 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen auf dem Spiel“, so Tiefensee. „Das Thema gehört ganz dringend auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Ende April. All diejenigen Betriebe, die jetzt noch ganz und zu großen Teilen geschlossen sind, brauchen eine Perspektive.“

Das Programm solle nach Schaffung der notwendigen finanziellen und förderrechtlichen Voraussetzungen noch im Mai starten.

Neben dem Thüringer Rettungsschirm für Unternehmen, der Soforthilfe, Unternehmerkredite und Bürgschaften umfasst, bietet das Land für Gastronomie und Hotellerie finanzielle Unterstützung für die Zahlung der Azubi-Gehälter, da das Kurzarbeitergeld erst nach sechs Wochen Lohnfortzahlung möglich ist. Mit der Onlineseite www.thueringenpackts.de hat das Land eine Plattform geschaffen, auf der Gastronomiebetriebe etwa bestimmte Angebote für Lieferservices bekannt machen können.

Corona-Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Der Freistaat Thüringen hat eine Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen an gemeinnützige Thüringer Einrichtungen und Organisationen zur Minderung von finanziellen Notlagen infolge der Corona-Pandemie 2020 erlassen.

Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, sowie Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, unterzeichneten mit Wirkung vom 14. April 2020 das Förderprogramm für ihre jeweiligen Häuser.

Mit der Bestimmung wird jetzt auch ein Soforthilfeprogramm für privatrechtlich organisierte gemeinnützige Thüringer Einrichtungen sowie Träger aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien aufgelegt, das sich an diejenigen richtet, die von der Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Thüringen bislang nicht erfasst werden.

Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff erklärt: „Mit dem erweiterten Sofortprogramm können weitere Corona-Notlagen erfasst und die notwendige Unterstützung in den Bereichen der Kunst und Kultur geleistet werden. Museen, freie Theater, soziokulturelle Zentren und andere gemeinnützige Kulturanbieter wie auch Programmkinos und Filmfestivals können einen Teil ihrer Einnahmeausfälle durch die Soforthilfe kompensieren. Die Thüringer Staatskanzlei unternimmt alle Anstrengungen, um den wirtschaftlichen Schaden für die Kultur und die Medien durch die COVID19-Pandemie abzufedern. Wir sind an der Seite der Kulturschaffenden und suchen nach Möglichkeiten, um die Zukunft der kulturellen Infrastruktur im Freistaat in all ihrer Vielfältigkeit zu sichern.“

Der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter ergänzt: „Ich freue mich, dass wir analog der Hilfen für die Thüringer Wirtschaft nun auch ein Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Thüringer Einrichtungen und Organisationen starten können, um finanzielle Notlagen und Schäden infolge der Corona-Pandemie zu mindern. Ich bin optimistisch, dass wir gemeinsam diese schwierige Zeit meistern. Für die vielen Sportvereine, freie Träger der Jugendhilfe, der Erwachsenenbildung, aber zum Beispiel auch die Thüringer Schullandheime ist die nun geschaffene Möglichkeit, an der Soforthilfe teilhaben zu können, eine gute Nachricht.“

Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsministerin Heike Werner wies auf die Bedeutung der sozialen Infrastruktur und deren notwendigen Erhalt hin. Viele Beratungsstellen im sozialen- und im Gesundheitsbereich seien gerade in dieser Zeit und den kommenden Monaten wichtig, um den Menschen in Notlagen Unterstützung gewähren zu können. Ferner sei es notwendig, die in Thüringen vorhandene gute Trägerstruktur im Bereich Arbeitsmarkt und berufliche Bildung in der Krise zu unterstützen, um deren Arbeit auch weiterhin zu gewährleisten.

Die Soforthilfe wird als Billigkeitsleistung zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Corona-Krise vom Frühjahr 2020 entstanden ist. Reichen fortlaufende Einnahmen des Antragsstellers voraussichtlich nicht aus, um Verbindlichkeiten in den folgenden drei Monaten, wie beispielsweise für Mieten oder Betriebskosten zu decken und kommt es in Folge dessen zu einem Liquiditätsengpass, ist die Antragsstellung und Unterstützung möglich.

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss einmalig pro Unternehmen gewährt.  Die Höhe der Billigkeitsleistung ist nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt. Neben den angestellten Beschäftigten werden Auszubildende sowie geringfügig Beschäftigte (Minijobber) über die jeweiligen Stundenanteile ebenfalls berücksichtigt. Einrichtungen ohne vorgenannte Beschäftigte gelten als Unternehmen bis fünf Beschäftigte.

Folgende Zuschüsse werden als Billigkeitsleistungen bis zu folgenden Höhen gewährt:

bis 9.000 EUR                    für Unternehmen bis fünf Beschäftigte

bis 15.000 EUR                  für Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten

bis 20.000 EUR                  für Unternehmen mit elf bis 25 Beschäftigten

bis 30.000 EUR                  für Unternehmen mit 26 bis 50 Beschäftigten.

Die Soforthilfen können ab heute, den 15. April 2020 beantragt werden.

Alle Voraussetzungen zur Beantragung der Soforthilfe finden Sie unter www.gfaw-thueringen.de/corona-soforthilfe.

Die Anträge auf Gewährung sind bis zum 31. Mai 2020 an die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GFAW)  zu richten, die die Anträge prüft und bearbeitet. Die Bewilligung erfolgt durch die Thüringer Aufbaubank (TAB). Das Programm und die Möglichkeit der Beantragung starten in Kürze.

Gemeinsam durch die Krise – Thüringer Netzwerke starten branchenübergreifende Initiative

–       Bündelung der Bedarfe und Lösungen für die Stabilisierung

–       Initiative als Ansprechpartner für Politik zur Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen

 

Erfurt 8. April 2020: Das Coronavirus stellt die gesamte Wirtschaft vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund haben sich 19 Thüringer Netzwerke und Organisationen branchenübergreifend zur Cross-Cluster-Initiative Thüringen (CCIT) zusammengeschlossen. Ziel ist es, umfassende Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen in Thüringen zu sammeln und diese auf der zentralen Plattform www.netzwerktimer-thueringen.de/corona bereitzustellen. Des Weiteren möchte die Initiative auch dabei unterstützen, die Bedarfe der Unternehmen zu bündeln und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für eine Stabilisierung der Produktion mit regionalen Wertschöpfungsnetzwerken zu suchen.

 

Wo und wie erhalten Unternehmen Unterstützung in der Corona-Krise und welche Formalien müssen beim Beantragen von Förderungen beachtet werden? Mit derartigen Fragen sehen sich momentan viele Thüringer Unternehmen bei täglich anwachsender Informationsflut konfrontiert. Die neu gegründete Cross-Cluster-Initiative Thüringen soll deshalb eine zentrale Informationsquelle für die überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat liefern. Der Zusammenschluss aus derzeit 19 Thüringer Netzwerken und Organisationen will damit Firmen entlasten, die weder über ein hohes Eigenkapital noch über die personellen Kapazitäten verfügen, um neben der Suche nach Antworten auf die wirtschaftliche Krise eine aufwendige Recherche zu Fördermöglichkeiten zu leisten. Um hier Abhilfe zu schaffen, stellt die Initiative in einem ersten Schritt auf ihrer Online-Plattform eine Übersicht zu den fördernden Institutionen und deren Voraussetzung und Kriterien zur Verfügung.

 

Momentan stellt sich die Auftragslage der Thüringer Firmen branchenabhängig stark unterschiedlich dar. Einige Unternehmen, vor allem im IT- und Ingenieurdienstleistungssektor haben derzeit noch gut gefüllte Auftragsbücher, jedoch besteht auch hier Ungewissheit darüber, ob ihre Rechnungen in Zukunft bezahlt werden. Bei anderen Unternehmen, etwa aus der Automotive-Branche, ist die Auftragslage derzeit sehr kritisch. Aufgrund der Ungewissheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung und der Dauer der politischen Erlasse im Zuge der Corona-Pandemie, reagieren die Unternehmen nur zögerlich mit Investitionen auf die Krise. Daher ist der vordringliche Bedarf der Wirtschaft, schnellstmöglich Klarheit über die weitergehenden Schritte auf Bundes- und Landesebene zu erlangen. Durch den engen Austausch in den Netzwerken selbst und auf der Ebene der Cross-Cluster-Initiative können die zentralen Bedarfe der Unternehmen gebündelt werden. Dazu steht die Initiative der Politik als zentraler Ansprechpartner für die Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen sowie für die Vorbereitung der nächsten Schritte zur Verfügung.

 

Vielfach wurde in den letzten Tagen deutlich, dass globale Lieferketten gerade in Krisenzeiten anfällig sind. Daher ist eine zusätzliche Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten notwendig. Hierzu arbeitet die gemeinsame Initiative an innovativen Formaten zur Vernetzung von Unternehmen aus Thüringen.

 

„Es hat sich im regen Austausch der Netzwerke gezeigt, dass auf Seiten der Unternehmen wie in der gesamten Gesellschaft derzeit eine starke Verunsicherung herrscht. Die beteiligten Akteure haben sich deshalb entschlossen ihre Ressourcen zu bündeln, um zur Unterstützung der Unternehmen den Informationsfluss zu befördern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Daneben brauchen wir bedarfsgerechte Programme, die die Liquidität der Mittelständler auch über die Soforthilfen hinaus in der zweiten Jahreshälfte sicherstellen. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, staatliche Investitionen in Infrastrukturprojekte, Forschung und Entwicklung sowie Personal und Qualifizierung voranzutreiben“, sagt Dr. Andreas Patschger, Leiter der Koordinierungsstelle des Thüringer Zentrums für Maschinenbau und Sprecher der Cross-Cluster-Initiative Thüringen.

 

 

Cross-Cluster-Initiative Thüringen

Cross-Cluster-Initiative Thüringen wurde von 19 Thüringer Netzwerken / Organisationen ins Leben gerufen und wird unterstützt vom Thüringer ClusterManagement. Ziel ist es, umfassende Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen in Thüringen zu sammeln und diese auf der zentralen Plattform www.netzwerktimer-thueringen.de/corona bereitzustellen. Des Weiteren möchte die Initiative auch dabei unterstützen, die Bedarfe der Unternehmen zu bündeln und Wertschöpfungsnetzwerke zu regionalisieren.

 

Folgende Thüringer Netzwerke und Organisationen unterstützen die Initiative:

www.automotive-thueringen.de

www.elmug.de

www.fermeth.de

www.infectognostics.de

www.itnet-th.de

www.cluster-thueringen.de

www.logistik-netzwerk-thueringen.de

www.medways.eu

www.kompetenzzentrum-ilmenau.digital

www.netzwerk-gesundearbeit.eah-jena.de

www.optonet-jena.de

www.polymermat.de

www.smarttex-netzwerk.de

www.spectronet.de

www.theen-ev.de

www.thex.de

www.thueringen40.de

www.th-ern.net

www.maschinenbau-thueringen.de