Christina Ott

Mal ehrlich: Christina Ott, psychologische Beraterin und Supervisorin

Mal ehrlich: Heiße Fragen an coole Gründer: Im Interview  Christina Ott aus Schmalkalden

Womit verdienst du Geld?

Ich berate Frauen und Männer jeden Alters, die persönliche Krisen durchleben. Im individuell auf Person und Problem zugeschnittenen Rahmen unterstütze ich die Klienten darin, eine konstruktive Lebensperspektive zu finden, ihre Fähigkeiten neu zu entdecken und Mut für eigene Lösungen zu schöpfen.

Warum ist das eine gute Business-Idee?

Weil es eine riesige Anzahl von Menschen gibt, die irgendwo “feststecken” – sei es im privaten oder im beruflichen Kontext. In der Leistungsgesellschaft sind intellektuelle Fähigkeiten oft super ausgebaut, soziale und kommunikative Fähigkeiten bleiben in der Regel dahinter zurück. Die meisten Probleme, die Menschen umtreiben, sind zwischenmenschlicher Natur – hierfür kompetente Hilfe anbieten zu können, erhöht die Lebensqualität der Klienten enorm, und schenkt ihnen ein neues Selbstvertrauen.

Welche Routinen nutzt du im Berufs-Alltag?

Ich bereite jede Beratung vor, indem ich meine Notizen vom letzten Klientengespräch durchlese, mich in die Situation einfühle und mir aufschreibe, welches weitere Vorgehen und welche Methode strategisch Sinn machen könnte. 30 min vor dem Termin betrete ich den Beratungsraum und stelle mich mental auf die Beratung ein, indem ich in einem psychologischen Fachbuch lese – am liebsten zur Thematik des Klienten. 

Würdest du selbst gern unter dir arbeiten?

Diese Frage trifft für mich nicht exakt zu, weil ich als Einzelperson agiere – aber mich von mir selbst beraten lassen, würde ich tatsächlich gern. Manchmal brauche ich die kluge Beraterin in mir, um nicht unreif in meinen eigenen Lebensherausforderungen zu reagieren.

Welchen Tipp hättest du dir am Anfang gewünscht?

Das nicht geschlossene Lücken dem Unternehmer irgendwann auf die Füße fallen. Im Fachwissen und in der Führungskompetenz von Menschen bin ich super aufgestellt, im betriebswirtschaftlichen Sektor habe ich dagegen echten Nachholbedarf, was sich jetzt in kleinen Pannen gezeigt hat. 

Was wäre, wenn du einen Wunsch frei hättest?

Dann würde ich mir wünschen, dass es einen Fond gäbe, über den Beratung für bedürftige Menschen gestützt würde. Studenten, Arbeitslose, Langzeitkranke oder Suchtbetroffene könnten enorm davon profitieren, sind aber meist nicht in der Lage, die Leistung als Selbstzahler in Anspruch zu nehmen. 

Was hast du noch zu sagen?

 Ich liebe was ich tue. Gelegentlich stehe ich dabei selbst vor großen Herausforderungen, dann hole ich mir Hilfe in fachlicher Supervision. Meiner Meinung nach ist die Reifung des eigenen Charakters ein wesentlicher Baustein für ein erfolgreiches Unternehmen.

Mitgemacht: Du hast auch Lust, ehrliche Antworten auf unsere Fragen zu geben?
Dann geht es hier zu unserem digitalen Interview.