waissgold

Mal ehrlich: Stefanie Messerschmidt, Papeteriedesignerin

Mal ehrlich: Heiße Fragen an coole Gründer: Im Interview Stefanie Messerschmidt aus Metzels

Womit verdienst du Geld?

Unter dem Namen waissgold entwerfe ich Schmuckkarten, aus nachhaltigen und hochwertigen Premium-Materialien. Für meine Produkte verwende ich bewusst das Wort Schmuckkarten, da sie sich von handelsüblichen Grußkarten abheben. Die von Hand gezeichneten Illustrationen werden digitalisiert und in ein Metallwerkzeug graviert. Mittels Druckes und Hitze werden diese Motive mit Heißfolie in erlesene Premium-Materialien geprägt und in Lagen verklebt. So entstehen haptische Oberflächen, die unter den Fingern spürbar und sinnlich erfahrbar sind (Anmerkung: siehe Beispiele unten).

Warum ist das eine gute Business-Idee?

Die Produkte sind auf Grund Ihrer Wertigkeit und des hohen Veredelungsgrades einzigartig unter den Grußkarten. Es geht mir persönlich um die Wiederbelebung eines wunderschönen Handwerks und des geschriebenen Wortes. Abgesehen von meiner ungebrochenen Leidenschaft für Papier und dessen Veredelung in jedweder Form, erhalten Achtsamkeit und Respekt in unserem Alltag nicht die angemessene Aufmerksamkeit. Mit unseren Goldstücken möchten wir unseren Kunden Instrumente an die Hand geben, um Achtung und besondere Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Was treibt dich an, morgens auf Arbeit zu gehen?

Leidenschaft. Ich liebe das was ich tagtäglich tue. Meine Schmuckkarten erfüllen das Bedürfnis nach Besinnung auf gute, wertige Materialien und professionelles Handwerk. In einer Zeit zunehmender Digitalisierung ist es besonders wichtig, das Handwerk und das geschriebene Wort am Leben zu erhalten. In meiner Arbeit bin ich vollkommen frei. Insbesondere im Bereich der Individualisierung von Kundenwünschen, bleibt mein Beruf anhaltend abwechslungsreich. Spannend sind das Entdecken und Experimentieren mit neuen Materialien.

Wie kreiert ihr Team-Spirit?

Waissgold arbeitet sehr eng mit der Veredelungsmanufaktur waissraum zusammen und jedes Team-Mitglied brennt für seinen Job. Oft testen wir gemeinsam neue Möglichkeiten oder Materialien. Das hat natürlich seinen ganz besonderen Reiz, vor allem wenn das Ergebnis noch besser wird, als man es sich vorgestellt hat. Wir treffen uns regelmäßig und tauschen Ideen und Wissen aus. Für die positive Energie gibt es von mir immer etwas Süßes für das ganze Team.

Welchen Tipp hättest du dir am Anfang gewünscht?

Gerne wäre ich dem ThEx und den damit verbundenen Möglichkeiten schon früher begegnet. Vor allem das Gründerinnen Labor TripleP von ThEx Frauensache, hat mich enorm gestärkt und meinen Weg sowie meine Ziele klarer definieren lassen.

Was wäre, wenn du ein Lunch gewonnen hättest. Wen würdest du aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Delia Lachance, Gründerin von Westwing Online Shopping Club für Home & Living. Ihre Geschichte verfolge ich schon seit einigen Jahren und ich bin immer wieder fasziniert, wie souverän sie mit Problemen und Widrigkeiten umgeht. Wie zielstrebig und sicher sie Ihre Ziele verfolgt und auch Ihre vielschichtige Kreativität. Das Unternehmen entwickelt sich stetig weiter und damit auch einerseits Delia als Persönlichkeit und andererseits die Corporate Identity, welche sie um die Marke entwickelt hat.

Was wäre, wenn, du alles auf Anfang setzen könntest? Hättest du nochmal gegründet und wieso?

Ich würde es wieder tun, nur gern mit dem Wissen von Morgen. Etwas tagtäglich tun zu können, was man liebt und wofür man brennt, ist ein Privileg.

Was hast du noch zu sagen?

Man sollte ein klares Ziel vor Augen haben, sich strukturieren, eine Portion Leidenschaft mitbringen und versuchen aus jeder Niederlage oder- wie aktuell- einer Krise Chancen zu entwickeln. Dies funktioniert sicher nicht für jedes Unternehmen, aber oft erschließen sich besonders über Umwege oder das Denken um eine Ecke interessante Möglichkeiten.

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