Kreativ, innovativ und sozial – das sind die Gewinner des Thüringer
Gründungsideenwettbewerbs!

Am Donnerstagabend, den 07.03.2019, wurden die acht besten Geschäftsideen im Rahmen der
Prämierungsveranstaltung zum Thüringer Gründungsideenwettbewerb ausgezeichnet.

In diesem Jahr konnte der Wettbewerb wieder zahlreiche innovative, kreative und soziale
Gründungsideen aus ganz Thüringen gewinnen. Insgesamt haben mehr als 100 Bewerber in 56
Gründungsprojekten ihre Gründungsideen in den Kategorien „Allgemeine Gründungsideen“, „Innovative
Gründungsideen“ und „Gründungsideen Schüler“ eingereicht. Darüber hinaus bestand für Vorhaben mit
gesellschaftlichem Mehrwert zusätzlich die Möglichkeit, sich für den Sonderpreis „Social
Entrepreneurship“ zu bewerben.

Im feierlichen Ambiente eröffnete Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für
Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zusammen mit Christiane Kilian, Projektleiterin
ThEx innovativ/ STIFT die Prämierungsveranstaltung zum Thüringer Gründungsideenwettbewerb.

Mehr als 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nutzten die Gelegenheit, die
diesjährigen Bewerber bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen einer Posterausstellung sowie
persönlich vor Ort kennenzulernen. In angenehmer Atmosphäre bot die Veranstaltung genügend Raum
und Zeit zum Netzwerken und Austauschen mit Gleichgesinnten sowie erfahrenen Unternehmern. Der
Höhepunkt des Abends war die Preisverleihung an sich, im Rahmen derer insgesamt acht gleichrangige
Preise im Wert von jeweils 1.000 Euro an die Gründerinnen und Gründer verliehen wurden.

In der Kategorie „Innovative Gründungsideen“ wurden die Projekte „Polytives“, „Dashbike“ und „BReader“
ausgezeichnet. Zu den Preisträgern in der Kategorie „Allgemeine Gründungsideen“ gehören
„KIBANOK“, „OYL Mushroom Cacao“ sowie „HolzArt”. Über den Sonderpreis „Social Entrepreneurship“,
dotiert mit ebenfalls 1.000 Euro, konnte sich das Projekt „Caretake” freuen. Der erste Preis in der
Kategorie „Gründungsideen Schüler“ ging an „DigiLearn“. Diese Auszeichnungen sollen nicht nur als
anerkennende Starthilfe dienen, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung für die
Gründungsvorhaben erhöhen.

 

Preisträger in der Kategorie „Innovative Gründungsideen“

Polytives aus Jena

Polytives hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Additiv-Markt für Polymere zu revolutionieren. In
verschiedensten Kunststoffen werden Zusatzstoffe zu deren Verarbeitung benötigt; nicht immer effizient
und gesundheitlich unbedenklich! Aus diesem Grund entwickelte das Team von Polytives eine neue Art
von Additiven, welche für 2/3 aller Kunststoffe eingesetzt werden können. Die maßgeschneiderten
Additive sind nicht gesundheitsschädlich und unterliegen auch keinen Einschränkungen hinsichtlich
Entmischungsproblematik, Veränderung chemischer Eigenschaften oder Belastung der
Produktionsanlagen.

Dashbike aus Jena
Kern der Geschäftsidee ist, die erste gesetzeskonforme Dashcam für Fahrräder zur anlassbezogenen
Bild- und/oder Videoaufzeichnung zu entwickeln. Die Kamera zeigt um 180 Grad zur Fahrtrichtung nach
hinten, um Fahrer und Kennzeichen zu identifizieren. Überholt nun ein Fahrzeug das Fahrrad so dicht,
dass ein Unfall eintreten könnte, aktivieren die Sensoren die Kamera, welche die vorherigen Sekunden
aufzeichnet und im Schadenfall zulässiges Beweismaterial liefert.

B-Reader aus Mellingen
Heutige Braillezeilen (Blindenschrift) haben zwischen 40 und 80 Seiten und kosten zwischen 6.500-
25.000 €. Daraus resultiert eine Analphabetenquote der Blinden von 85%. Der B-Reader soll eine in
Deutschland produzierte Endlos-Braillezeile darstellen, die für unter 1000€ erhältlich sein soll. Sie soll
digitale Literatur sprachenunabhängig barrierefrei gestalten, aber auch dem spielerischen Erlernen der
Brailleschrift allein oder im Klassenverband dienen.

 

Preisträger in der Kategorie „allgemeine Gründungsideen“

KIBANOK – Baby Koffer aus Geisa
Durch Erste-Hilfe-Weiterbildungen (Jutta Lehmann & Nicole Lehmann GbR), bieten die Gründerinnen
verschiedene Erste-Hilfe-Kurse an, unter anderem auch Crashkurse in Baby- und Kindernotfällen. So
entstand die Idee, ein kompaktes Set für Babys und Kinder in Notfällen, den Kinder-Baby-Notfallkoffer,
zu entwickeln. Er ist lebensmittelecht und somit völlig ungefährlich für Babys und Kinder. Die Erste-
Hilfe-Materialien sind speziell in Kinder- und Babygrößen „Made in Germany“ gefertigt. Der Koffer ist
strukturiert, übersichtlich und sortiert, so dass im Notfall schnell das richtige Produkt griffbereit ist.

OYL Mushroom Cacao aus Floh-Seligenthal
Die Gründer verkaufen einen mit natürlichen und hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln versetzten
Bio-Kakao. Der Konsum ihres Produktes zielt auf die Steigerung von Konzentration, Leistungsfähigkeit
und Ausdauer ab. Daneben haben die gewählten Nahrungsergänzungsmittel weitere positive
Wirkungen auf den menschlichen Körper, wie z.B. die Stärkung des Immunsystems. Dafür sorgen die
ausgewählten Inhaltsstoffe.

HolzArt aus Drei Gleichen
Die Firma HolzArt begeistert durch den Verkauf von handgefertigten und einzigartigen Stelen für den
Innen- und Außenbereich aus regionalen Hölzern, welche mit Applikationen aus Glas, Stein und
Keramik versehen sind.

 

Gewinner des Sonderpreises für Social Entrepreneurship

Caretake aus Jena
Die Idee „Caretake“ beschäftigt sich mit zwei globalen Problemen, dem vorhandenen Müll und der Armut
dieser Welt. Caretake hat das Ziel, diesen Problemen durch einen einfachen Lösungsansatz
entgegenzuwirken. Menschen, die sich bereit erklären, einen Sack mit Müll der Straßen zu füllen, soll
bei Abgabe in einem Caretake-Zentrum ein Entgelt gezahlt werden. Dort wird der Müll getrennt und
durch Kooperationen später recycelt.

 

Gewinner des Sonderpreises Gründungsideen Schüler

DigitLearn aus Greiz
DigitLearn stellt Schülern und Schulen innovative, digitalisierte Systeme & Tools zum spielerischen
Erlernen von Fachwissen zur Verfügung. Dabei erstellt DigitLearn für den Lehrplan optimierte
Lernpakete und Lernspielwelten zur Förderung der intrinsischen Motivation lernschwächerer Schüler.
DigitLearn trägt somit zu einem einfachen Einstieg in die Digitalisierung von Schulen, als auch für das
verbesserte Lernen von Schülern bei. Zur erfolgreichen Realisierung der Lernsysteme an Schulen
werden Dienstleistungen wie Seminare zur Weiterbildung von Lehrern und Medienpädagogen
angeboten.

 

©STIFT | Foto: Thomas Müller