oncgnostics erhält Thüringer Forschungspreis

Dr. Alfred Hansel und Dr. Martina Schmitz von der oncgnostics GmbH

Dr. Alfred Hansel und Dr. Martina Schmitz von der oncgnostics GmbH

Die Gründer der oncgnostics GmbH wurden am 27.01.2014 mit dem mit 15.000 Euro dotierten Thüringer Forschungspreis der Kategorie ›Transfer‹ ausgezeichnet. Das Team um Professor Matthias Dürst, Dr. Alfred Hansel, Kerstin Brox und Dr. Martina Schmitz entwickelte einen molekularen Krebsfrüherkennungstest, der der eine zuverlässige Erkennung von Krebserkrankungen und Krebsvorstufen erlaubt.

Die oncgnostics GmbH wurde 2012 aus dem Universitätsklinikum Jena ausgegründet. Seitdem unterstützt die STIFT das junge Unternehmen, das inzwischen sieben Mitarbeiter hat. Wir freuen uns, über eine Beteiligungsfinanzierung an der oncgnostics GmbH ein besonders innovatives und erfolgversprechendes Gründungsprojekt zu fördern. Die oncgnostics zeigt, dass ein hochqualifiziertes Team Überdurchschnittliches leisten kann, wenn es auf ein gutes Gründungsumfeld und professionelle Unterstützung trifft. begründet Dr. Sven Günther, Geschäftsführer der STIFT, das Engagement.

Mit dem jährlich vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur vergebenen Preis werden nicht nur die langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Wissenschaftler gewürdigt, sondern auch die Überführung ihrer Entwicklungsergebnisse in die Anwendung am Markt. Diesen molekularbiologischen Früherkennungstest für Gebärmutterhalskrebs wollen wir als Diagnostik-Kit in diesem Jahr zur Marktreife bringen, so Geschäftsführer Dr. Alfred Hansel. Der Bedarf an einer aussagesicheren Diagnostik ist groß. Bisherige Tests haben nur begrenzte Aussagekraft.

In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs; etwa ein Drittel der Patientinnen sterben, obwohl Gebärmutterhalskrebs fast immer vollständig heilbar ist, wenn er denn rechtzeitig erkannt wird. Hier setzt oncgnostics an. Das Herzstück unseres Test-Konzepts sind hochspezifische Markerregionen in den Krebszellen, erklärt Dr. Hansel. Wenn die DNA-Untersuchung eine Infektion zeigt, können wir mit unserem anschließenden Test anhand dieser Genmarker entscheiden, ob es sich nur um eine Infektion handelt, oder ob Zellveränderungen vorliegen, die auf eine entstehende Krebserkrankung hinweisen und weiter untersucht werden müssen. Den betroffenen Frauen kann dadurch schneller und wirksamer geholfen werden.

2013 wurde der oncgnostics GmbH für die neue Diagnosemethode ein europäisches Patent erteilt. Ende 2014 soll das Verfahren marktreif sein.