Gründer des Monats: Orthopädieschmachermeister Michael Fritz, Schuh-Fritz

Unternehmerin: Michael Fritz

Unternehmen: Orthopädie-Schuhtechnik Schuh-Fritz

Gründungsjahr: 2019

Internetseite: www.schuh-fritz.de

Nach meiner Meisterausbildung zum Orthopädieschuhmacher stand für mich irgendwann fest, mein eigenes Unternehmen aufzubauen. So habe ich in Hildburghausen einen Laden für orthopädische Hilfsmittel mit angeschlossener Werkstatt gegründet. Ich setze auf traditionelle Analyse- und Herstellungstechnik und sorge unter anderem mit der Anfertigung von orthopädischen Maßschuhen und Einlagen dafür, dass die Füße meiner Kunden und Kundinnen wieder gesund und schmerzfrei sind.

Welchen Tipp würden Sie Gründer:innen in Thüringen geben, wenn es darum geht, frisch zu gründen?

Eine Gründungsberatung aufsuchen. Ein Gewerbe ist zwar schnell angemeldet. Es gibt aber so viele Dinge zu regeln, von denen man oft gar nicht weiß, dass sie überhaupt existieren. Eine Beratung hilft gut dabei, den ersten Informationsdurst zu stillen und in ruhiges Fahrwasser zu gelangen. Lasst euch bei der Gründung ruhig an die Hand nehmen – aber ohne euer Ziel aus den Augen zu verlieren.

Was ist das Wichtigste bei einer Gründung?

Eine gute Planung und die Relevanz eines Businessplans nicht zu unterschätzen. Selbst wenn die Idee gedanklich ausgereift ist – zu Papier gebracht kann sie schon ganz anders aussehen.

Was sollte man bei einer Gründung auf jeden Fall vermeiden?

Sich mit einer fixen Idee vorschnell selbstständig machen. Die beste Idee taugt nämlich nichts, wenn die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen fehlen oder die Rahmenbedingungen einfach nicht stimmen.

Was waren Ihre größten Herausforderungen?

Die Suche nach dem optimalen Standort, bei dem wirklich alles passt, war eine der größten Herausforderungen. Barrierefreiheit, Parkplätze, geeignete Räume für eine Werkstatt, sodass ich z.B. Reparaturarbeiten sofort ausführen kann. Zudem musste es noch ins Budget passen.

Wie bleiben Sie motiviert?

Wenn ich sehe, wie sich die Lebensqualität und Mobilität meiner Kundinnen und Kunden durch meine Arbeit spürbar verbessert. Ein Dankeschön und ein Lächeln kann ungemein motivierend sein. Außerdem spornt mich meine Familie jeden Tag aufs Neue an.

Was tun Sie, um Ihre Ziele zu erreichen?

Mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Ich kümmere mich erst um mein Kerngeschäft und baue es lieber nach und nach aus.